Orpheus underground

Samuel Mariño, Sopran
Sascha Tuxhorn, Sprecher
Kostia Rapoport, Elektronik

Premiere am 16.05.2026 im Kulturforum Fürth im Rahmen der Internationalen Gluckfestspiele 2026.

Orpheus liebt Eurydike. Als sie stirbt, steigt er in die Unterwelt hinab, um sie zurückzuholen. Mit der Kraft seiner Musik gelingt ihm das Unmögliche. Die Mächte der Unterwelt erlauben ihm, Eurydike wieder ins Leben zu führen unter einer Bedingung: Auf dem Weg zurück darf er sich nicht nach ihr umdrehen. Kurz vor dem Ziel blickt Orpheus dennoch zurück und verliert Eurydike ein zweites Mal.

Der Mythos von und erzählt von Liebe und Verlust, von Erinnerung, Sehnsucht und der Frage, wie Menschen mit Trauer umgehen. Zugleich ist er eine Geschichte über die Kraft der Kunst. Orpheus versucht mit seiner Musik Grenzen zu überwinden und zwischen Leben und Tod zu vermitteln.

Orpheus underground verbindet Barockmusik, Sprache und elektronische Klänge zu einem vielschichtigen Konzertabend zwischen Mythos und Gegenwart. Die Produktion nähert sich der Geschichte nicht als lineare Erzählung, sondern als Folge musikalischer und sprachlicher Fragmente. Unterschiedliche Perspektiven, Zeiten und Ausdrucksformen begegnen einander und eröffnen neue Zugänge zu den zentralen Themen des Mythos.

Im Zentrum des Abends stehen Werke von Christoph Willibald Gluck, Georg Philipp Telemann und Claudio Monteverdi, die mit Live-Elektronik und gesprochenen Texten von Elfriede Jelinek, Sarah Ruhl, Cecilia Woloch und Günter Kunert in Beziehung treten.


Rezensionen:

„…lassen die acht brillianten Solistinnen von Nürnberg Barock …einen volltönenden Klangraum entstehen.“

„… durch Rapoports feinfühlige Zumischung…“

„Einmal mehr war zu bewundern, wie klar Mariño ohne verkünstelte Koloraturen in Crescendi seine Stimme leuchten lässt.“

„Begeisterter Beifall allen Musizierenden für dieses spätabendliche, außergewöhnliche Konzert.“

Nürnberger Nachrichten am 19.05.2026